Zwei Fahrzeuge desselben Modells können mit unterschiedlichen Motoren ausgestattet sein. Daher kann es zu falschen Schlussfolgerungen führen, wenn Sie sich lediglich auf das Kennzeichen oder das Baujahr stützen.
Wenn Sie herausfinden möchten, ob Ihr Fahrzeug mit einem PureTech-Motor ausgestattet ist, müssen Sie drei Angaben überprüfen: Motor, Herstellungsdatum und Fahrgestellnummer. Der letzte Schritt dient dazu, festzustellen, ob für Ihr Fahrzeug entsprechende Rückrufaktionen bestehen.
Schritt 1: Stellen Sie fest, ob Ihr Fahrzeug mit einem 1.2 PureTech-Motor ausgestattet ist
„PureTech“ bezeichnet eine Familie von Benzinmotoren. Die Dieselmotoren derselben Gruppe tragen Bezeichnungen wie „BlueHDi“. In den offiziellen technischen Datenblättern werden beide Motorisierungen klar voneinander unterschieden.
Marken und Modelle, in denen es verbaut ist
Die PureTech-Motoren der Generationen 1.0 und 1.2 aus früheren Modellreihen kommen in Fahrzeugen der Marken Peugeot, Citroën, DS und Opel/Vauxhall zum Einsatz, die unter die Support-Richtlinien von Stellantis fallen.
Es ist nicht ratsam, einen betroffenen Motor allein anhand des Modells zu identifizieren. Eine Modellreihe kann mit unterschiedlichen Motorvarianten verkauft worden sein.
So finden Sie diese Angaben im Fahrzeugschein und im Zulassungsnachweis
Suchen Sie nach diesen Feldern:
- Frage 1: Hubraum.
- Frage 2: Leistung.
- Frage 3: Kraftstoff.
- E: Fahrgestellnummer oder VIN.
Der spanische Fahrzeugschein verwendet diese offiziellen Codes.
Ein 1.2 PureTech weist in der Regel einen Hubraum von etwa 1.199 cm³ auf und wird mit Benzin betrieben. Der Name „PureTech“ muss nicht unbedingt in allen Dokumenten ausdrücklich erwähnt werden.
Benzin oder Diesel? Der Unterschied zwischen PureTech und BlueHDi
Falls Sie sich nicht sicher sind, ob es sich bei den PureTech-Motoren um Diesel- oder Benzinmotoren handelt, lautet die Antwort eindeutig: PureTech steht für Benzin.
„BlueHDi“ bezeichnet Dieselmotoren. So unterscheiden die offiziellen Datenblätter beispielsweise einen PureTech 1.2 mit 1.199 cm³ von den BlueHDi-Dieselmotoren.
Schritt 2: Überprüfen Sie, ob Ihre Version und Ihr Baujahr betroffen sind
Nicht alle PureTech-Modelle bergen das gleiche Risiko.
Stellantis bietet eine Sondergarantie für frühere Generationen der PureTech-Motoren 1,0 und 1,2 an, die unter bestimmten Bedingungen zu übermäßigem Ölverbrauch und vorzeitigem Verschleiß des Zahnriemens führen können.
Betroffene Baujahre und Motorvarianten mit dem Mangel
Zu den veröffentlichten Bedingungen für Entschädigungen gehörten:
- 1.2 Saugmotoren der Baureihe PureTech, die zwischen Juni 2012 und Juni 2022 hergestellt wurden, aufgrund von Problemen mit dem Riemen.
- 1.0- und 1.2-PureTech-Turbomotoren, die zwischen April 2014 und Juni 2022 hergestellt wurden, sind von diesem Problem betroffen.
- Bestimmte Versionen der Baureihe 1.2 sind von einem unregelmäßigen Ölverbrauch betroffen.
Wenn man also von betroffenen 1.2-PureTech-Motoren spricht, muss man die jeweilige Version berücksichtigen, nicht nur das Baujahr.
Identifizierung anhand der Fahrgestellnummer (VIN)
Die zuverlässigste Methode, einen PureTech-Motor anhand der Fahrgestellnummer zu identifizieren, ist die Verwendung des markenspezifischen, offiziellen Prüfgeräts.
Die Fahrgestellnummer (VIN) besteht aus 17 Zeichen und ist in den Fahrzeugpapieren vermerkt. Über die offiziellen Portale können Sie diese eingeben, um nach laufenden Rückrufaktionen zu suchen.
Schritt 3: Erkennen Sie die Symptome des 1.2 PureTech-Motors
Die wichtigsten offiziell anerkannten Probleme sind der ungewöhnlich hohe Ölverbrauch und der vorzeitige Verschleiß des Riemens.
Geräusche und Zeugen im Bild
Eine Öl-Druckanzeige oder eine Motorwarnung erfordert sofortige Maßnahmen.
Auch ein neues Geräusch allein lässt noch nicht auf das Problem schließen. Sie benötigen eine fachmännische Diagnose.
Ungewöhnlicher Ölverbrauch
Zu den auffälligsten Symptomen des 1.2 PureTech-Motors gehört, dass das Öl ungewöhnlich häufig nachgefüllt werden muss.
Bewahren Sie Rechnungen und Belege für jeden Austausch oder jede Reparatur auf.
Leistungsabfall und Ruckeln
Ruckeln oder ein Leistungsverlust können viele Ursachen haben. Sie allein reichen nicht aus, um einen PureTech-Fehler zu bestätigen.
Was Sie tun sollten, wenn Sie Symptome feststellen
Sollte eine schwerwiegende Öldruckwarnung angezeigt werden, halten Sie das Fahrzeug an einem sicheren Ort an.
Fahren Sie nicht einfach weiter, nur um zu prüfen, ob das Problem verschwindet.
Lassen Sie eine Diagnose erstellen und bewahren Sie alle Unterlagen der Werkstatt auf.
Ihr Fahrzeug ist betroffen: Möglichkeiten zur Reparatur und zur Geltendmachung von Ansprüchen
Stellantis gewährt für bestimmte Modellreihen der PureTech 1.0- und 1.2-Motoren eine Garantieverlängerung von bis zu 10 Jahren oder 180.000 Kilometern, vorbehaltlich der Einhaltung der Wartungs- und Diagnosebedingungen.
Zudem gibt es eine Plattform für bestimmte Anträge auf Entschädigung im Zusammenhang mit Reparaturen an Öl oder Riemen.
Prüfen Sie Ihren Fall
Um herauszufinden, ob Sie einen Anspruch auf einen PureTech-Motor geltend machen können, halten Sie bitte die Fahrgestellnummer (VIN), Wartungsrechnungen sowie Diagnose- und Reparaturunterlagen bereit.
Anhand dieser Dokumente lässt sich Ihr Fall wesentlich genauer prüfen als anhand einer einfachen Modellliste.
Häufig gestellte Fragen
Wie kann ich herausfinden, welchen Motor mein Auto genau hat?
Überprüfen Sie den Hubraum, die Kraftstoffart und die Fahrgestellnummer. Sollten noch Zweifel bestehen, lassen Sie die Fahrgestellnummer von der Marke oder einer Werkstatt bestätigen.
Ist der PureTech ein Benziner oder ein Diesel?
PureTech ist Benzin. Bei Dieselmotoren werden andere Bezeichnungen verwendet, wie beispielsweise BlueHDi.
Darf ich weiterhin Auto fahren, wenn ich Symptome habe?
Das hängt vom jeweiligen Symptom ab. Bei einer schwerwiegenden Ölwarnung oder einer Funktionsstörung halten Sie das Fahrzeug an und wenden Sie sich an einen Fachmann.