- Stellantis weigert sich, vor Gericht zu erscheinen und zwingt die Gerichte, rechtliche Schritte einzuleiten
- AFESTEL prangert Ablenkungsstrategien und Verschleierungstaktiken an, um sich der Verantwortung zu entziehen
10/03/2025
Der Druck der von den Puretech-Motoren Betroffenen und der im Dezember 2024 eingeleitete Rechtsstreit beginnen Früchte zu tragen. Dank der außergerichtlichen Verhandlungen mit Stellantis hat AFESTEL Rückerstattungen für die von den Nutzern bereits bezahlten Ausfälle in Höhe von mehr als 100.000 Euro erhalten. Es wird erwartet, dass die Erstattungen in diesem Monat eine Million Euro erreichen werden. In der Zwischenzeit erhält Afestel jede Woche Dutzende neuer Fälle von Eigentümern, die für die Pannen ihrer PureTech-Motoren zahlen müssen, weil Stellantis sich weigert, die Verantwortung zu übernehmen.
Andererseits müssen die Betroffenen, die von Stellantis eine Benachrichtigung über eine Entschädigung erhalten haben, entscheiden, ob sie die Teilentschädigung akzeptieren oder den Prozess fortsetzen, um eine Entschädigung zu erhalten, die dem tatsächlichen Wertverlust ihres Fahrzeugs entspricht, wobei zu berücksichtigen ist, dass jeder Fall individuell ist. Der Herstellungsfehler der Motoren ist weithin bekannt, so dass der Wert der betroffenen Fahrzeuge auf dem Gebrauchtwagenmarkt stark sinkt. In den meisten Fällen liegt der Wiederverkaufspreis praktisch bei Null, was für die Besitzer einen enormen finanziellen Verlust bedeutet.
Das Gerichtsverfahren ist langsam. Jeden Monat werden etwa 100 neue Klagen eingereicht, um eine schnelle und faire Einigung zu erzielen und die Verjährung der ältesten Fälle zu vermeiden. Bislang wurden bereits rund 50 Klagen verhandelt. Stellantis hat sich geweigert, in einem dieser Verfahren zu erscheinen. Damit sind die Betroffenen gezwungen, das Gerichtsverfahren auf Kosten der öffentlichen Mittel fortzusetzen, was dem Geist des neuen Gesetzes über die Effizienz der Justiz zuwiderläuft, das die Bedeutung der Schlichtung als Mittel zur Vermeidung einer Überlastung der Gerichte und zur Erleichterung von Vergleichen betont.
Bislang scheint die Strategie des Herstellers der mehr als 750.000 defekten Motoren, Stellantis, klar zu sein: Zeit gewinnen. Zu diesem Zweck greift das Unternehmen auf Ablenkungsstrategien zurück und schafft Nebelkerzen, um sich der Verantwortung zu entziehen.